Das Umweltbundesamt hat auf dem letzten Asbest-Dialogforum am 13. Juli 2017 angekündigt, im Zuge eines Maßnahmenpaketes von BMAS und BMUB Informationen und Empfehlungen für Verbraucherinnen und Verbraucher zu erarbeiten.

Hierbei geht es um Empfehlungen zur Nutzung von Wohngebäuden und Immobilien
• in denen („neues“) Asbest vermutet oder nachgewiesen wurde,
• ohne weitere bauliche Maßnahmen (normale Nutzungsphase),
• bei Renovierungsarbeiten (inkl. Heimwerkarbeiten) und bei
• größeren Sanierungsmaßnahmen.

Außerdem geht es um die Abschätzung und Einordnung, ob und welchen Risiken Raumnutzer dabei ausgesetzt sind, aber auch um Empfehlungen zum Umgang in der täglichen Nutzung sowie während und nach baulichen Maßnahmen. Auch die Asbestsanierungen (Eternitdächer, asbesthaltige Fassaden etc.) in der Nachbarschaft und die möglichen Risiken für die benachbarten Anwohner sollen in den UBA-Empfehlungen angesprochen werden.

Schließlich geht es auch um Fragen der sachgerechten Vorgehensweise beim Abbruch und bei der Entsorgung der asbesthaltigen Baumaterialien – aus Sicht der Gebäudenutzer und privaten Auftraggeber (z.B. private Bauherren und Mieter).

Weitere Fragen sind:
• Wann muss saniert werden?
• Müssen z.B. asbesthaltige Fußbodenplatten und Kleber in Wohnungen entfernt werden, egal ob eine Gefährdung besteht oder nicht?

Bei asbesthaltigen Putzen stellen sich die Fragen
• Was ist mit dem Überdeckungsverbot – gilt dies auch innerhalb von Wohnungen die asbesthaltiges Material enthalten, etwa beim Streichen von Wänden?
• Wie sind die Risiken für einzelne Tätigkeiten (Bohren, Abbrechen, Schleifen, Entsorgen) und insgesamt für die Nutzer einzuschätzen?

Dies alles möchten wir zunächst in einem Sondierungsgespräch gemeinsam mit Fachleuten und betroffenen Verbänden erörtern, um darauf aufbauend später die weiteren UBA-Empfehlungen ableiten zu können. Das Treffen dient auch der Transparenz der weiteren Diskussion und Entscheidungen.