Impressum|Sitemap|Kontakt
Sachverständigenbüro Richardson
bauschaden
Druckversion|Seite merken

Innenraumbelastung durch chemische Schadstoffe

Materialien wie Bodenbeläge, Tapeten, Wand- und Deckenverkleidungen bilden in Räumen eine große Oberfläche und haben dadurch einen entscheidenden Einfluss auf das Raumklima.

Deshalb sollte die Auswahl von Bauprodukten besonders sorgfältig erfolgen. So können falsch ausgewählte Materialien nicht durch Schadstoffe oder andere Faktoren das Wohlbefinden der Bewohner und ihre Gesundheit beeinträchtigen. Die nachträgliche Sanierung ist in der Regel mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden.

Das Beispiel der Holzschutzmittelproblematik oder der Formaldehydproblematik von Fertighäusern zeigt zudem, dass das Erkennen dieser Altlasten häufig erst nach einem langen Leidensweg mit vielen Ungewissheiten erfolgt. Auch heutzutage befinden sich Fertighäuser auf dem Gebrauchsimmobilienmarkt, die praktisch nicht sanierbar sind.

In diesem Zusammenhang ist auch die zunehmende Abdichtung der Gebäudehülle zur Vermeidung von Wärmeverlusten bedeutsam, da die daraus resultierende deutliche Verringerung des Luftwechsels zu einer Anreicherung von Schadstoffen im Gebäude führen kann. Deshalb muss für den Einsatz in geschlossenen Gebäuden besonders auf emissionsarme Baustoffe geachtet werden. Dies gilt nicht nur für stark lösemittelhaltige und großflächig eingesetzte Produkte.

Auch Lösevermittler, Weichmacher oder Restmonomere können über einen langen Zeitraum aus Produkten ausgasen und auf die Gesundheit der Bewohner einwirken oder zumindest durch ihren Geruch das Wohlbefinden einschränken. Die Gefahr einer der Gesundheitsgefährdung durch die Abgabe von Schadstoffen aus Baustoffen ist mittlerweile weitgehend anerkannt. Sie kann natürlich nicht nur in Wohngebäuden ein Problem darstellen, sondern auch in Bürogebäuden und allen weiteren Gebäuden, in denen sich Menschen über längere Zeit aufhalten.