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Sachverständigenbüro Richardson
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Grenzwerte und Richtwerte für Asbest und künstliche Mineralfasern

Die Erfassung von Asbest- und KMF-Produkten in Gebäuden erfolgt im Rahmen einer Gebäudebegehung, bei der sämtliche Räume, auch Technikräume, Kriechkeller und Installationsschächte, untersucht werden. Um eine eindeutige Aussage über einen Asbestgehalt verdächtiger Produkte treffen zu können, muss im Regelfall eine Materialprobe entnommen und analysiert werden. Die Beurteilung von KMF-Produkten kann teilweise auch nach Augenschein und Einordnung des Einbaujahres erfolgen.
Die Bewertung von schwach gebundenen Asbestvorkommen in Gebäuden erfolgt nach der "Richtlinie für die Bewertung und Sanierung schwach gebundener Asbestprodukte in Gebäuden" (Asbest-Richtlinie). Sie benennt Kriterien, die eine Abschätzung des Gefährdungspotentials erlauben. Den Bewertungskriterien sind bestimmte Punktzahlen zugeordnet, aus deren Summe sich die Sanierungsdringlichkeit ergibt. Fest gebundene Asbestprodukte unterliegen keiner Bewertung nach dieser Richtlinie, dementsprechend gibt es keine Sanierungsverpflichtung.

Für die Beurteilung von Asbestfaserkonzentrationen in Innenräumen existiert ein Richtwert des ehemaligen BGA. Er liegt bei "deutlich unter 1000 F/m3". Im Anschluss an Sanierungen darf bei den vorgeschriebenen Freigabe- und Kontrollmessungen ein Wert von 500 F/m3 nicht überschritten werden.

Dieser Wert wird häufig analog für die Bewertung von krebserzeugenden Mineralfasern herangezogen, ist aber für diese nicht verbindlich.