Bodenbeläge, Tapeten, Wand- und Deckenverkleidungen bilden große Oberflächen und haben entscheidenden Einfluss auf das Raumklima und die Raumluft. Aufgrund ihrer Größe können sie Schadstoffe ausdünsten oder Ursache für störende Gerüche sein. Die Auswahl der richtigen Bauprodukte ist wichtig, denn falsch ausgewählte Materialien können die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. Eine nachträgliche Sanierung ist oft mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden.

Typische Schadstoffe  in älteren Fertighäusern sind Holzschutzmittel, Formaldehyd, Chloramide, Carbonsäure und Schimmel. Die Sanierung der gesundheitlich oder geruchlich relevanten Schadstoffe ist wirtschaftlich aufwändig. Heute befinden sich immer noch Fertighäuser auf dem Gebrauchtimmobilienmarkt, die praktisch nicht sanierbar sind.

Energiesparmaßnahmen zur Vermeidung von Wärmeverlusten führen zu einer deutlichen Verringerung des Luftaustauschs und können eine Anreicherung von Schadstoffen in den Räumen begünstigen. Im Gebäude verbaute Altlasten wie PCB wirken sich durch den verringerten Luftwechsel stärker aus. Oft sind die Auswirkungen so stark, dass die zuvor erreichten Sanierungsziele wieder überschritten  werden.