In älteren Wohnhäusern kann Asbest in Wandputz, Spachtel oder Fliesenkleber enthalten sein. Dann ist bereits bei normalen Umbaumaßnahmen, wie sie gerade auch beim Neubezug von Bestandsbauten üblich sind, mit einer erheblichen und gesundheitsgefährdenden Freisetzung von Asbestfasern zu rechnen. Bei einem Asbestnachweis sind umfassende – in der Bauordnung verankerte – Schutzmaßnahmen einzuhalten und die Gefahrstoffverordnung und das Abfallrecht zu berücksichtigen. Dabei fallen weitaus höhere Aufwendungen als bei einer üblichen Renovierung an.

Die Mehrkosten für Sachverständigenleistungen zur Untersuchung auf Asbest und für die Schadstoffsanierung durch einen Fachbetrieb sind als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend zu machen, wie in einem aktuellen von uns betreuten Fall vom Finzanzamt bestätigt wurde.