Sachverständigengesellschaft Richardson

Aktuelles

Veröffentlichung im UHA Magazin im Dezember 2025 Band 30

Im Dezember 2025 erschien das UHA-Magazin mit einer Veröffentlichung von Nicole Richardson zum Thema:

„Gefahrstofffreisetzungen bei Schimmelpilzsanierungen –
Herausforderungen durch die neue Gefahrstoffverordnung“

Zusammenfassung
Bei der Sanierung von Feuchtigkeitsschäden ist seit langer Zeit bekannt, dass Gefahrstoffe
freigesetzt werden können. Stoffe wie PAK, Mineralfasern sowie Asbest gelangen durch
bauliche Eingriffe in die Raumluft. Diese Gefährdungen wurden bisher oft nur am Rande be-
rücksichtigt. Mit der neuen Gefahrstoffverordnung von Dezember 2024 rücken diese Risi-
ken stärker in den Fokus. Die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung und Mitwir-
kungspflichten auch für Privatpersonen wurden verschärft. Damit wird die frühzeitige Er-
mittlung von Gefahrstoffen zu einem zentralen Bestandteil jeder Sanierungsmaßnahme.

Die Gefährdungsbeurteilung hat bei Feuchteschäden Art, Umfang und Freisetzungsverhal-
ten der Gefahrstoffe systematisch zu erfassen. Rückbauarbeiten werden in der Praxis häufig
ohne staubarme Verfahren durchgeführt, obwohl bei Tätigkeiten an schadstoffverdächti-
gen Bauteilen emissionsarme Arbeitsweisen zwingend erforderlich sind. Die Gefahrstoffver-
ordnung fordert eine nachvollziehbare Ermittlung dieser Gefährdungen, um daraus ange-
messene Schutzmaßnahmen für Beschäftigte und Raumnutzende abzuleiten.

Freisetzungspotenziale von Gefahrstoffen müssen bereits in der Erkundungsphase identifi-
ziert werden. Nur so lassen sich gesundheitliche Risiken und Sanierungsverzögerungen
durch unerwartete Schadstofffunde vermeiden. Feuchtigkeitsschäden erfordern daher eine
sorgfältige Planung, die auch potenziell verdeckte Gefahrstoffquellen berücksichtigt.

Den vollständigen Beitrag finden Sie als OpenAccess hier.

Wann:Dezember 2025

Autorin:
Nicole Richardson, Dipl.-Biologin, ö.b.u.v. SV, Witten

Veröffentlicht durch :
ecomed-Storck GmbH
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