Referentin: Dipl.-Biol. Nicole Richardson

Der Trend Altbauten energetisch zu modernisieren ist ungebrochen. Die zunehmende Abdichtung der Gebäudehülle zur Vermeidung von Wärmeverlusten und die daraus resultierende deutliche Verringerung des Luftwechsels können jedoch zu einer Anreicherung von Schadstoffen im Gebäude führen. Bei der Sanierung, dem Umbau oder der Modernisierung von Gebäuden ist mit dem Vorkommen von Schadstoffen zu rechnen. Eine sorgfältige Bestandserkundung bringt Gewissheit, ob mit dem Vorkommen von Asbest, PCB oder PAK (Teer), Holzschutzmitteln, künstlichen Mineralfasern im Bauwerk zu rechnen ist.

Der/die beauftragte Architekt*in hat bei Bestandsobjekten einen erhöhten Aufklärungs- und Untersuchungsaufwand zu betreiben. In Fällen einer unsachgemäßen Erkundung und Sanierung von schadstoffbelasteten Bauteilen ist eine Haftung der an der Planung Beteiligten möglich. Die Sanierung dieser Schadstoffe bedeutet neben einem häufig erheblichen finanziellen Aufwand auch eine intensive Sanierungsbegleitung. Deshalb kommt der Beurteilung von Bestandsobjekten hinsichtlich möglicher Schadstoffe eine große Bedeutung zu.

Ziel des Web-Seminars ist es Baustoffe aus dem Altbaubaubereich kennenzulernen, die gesundheitliche Relevanz der Schadstoffe abzuschätzen und damit die Notwendigkeit von Sanierungen unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit zu erkennen.