Datum: 3. September 2020

Uhrzeit: 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr

Ort: Dortmund, Hotel Ibis West

Schulungen

Auf Einladung des Fachverbandes des Tischlerhandwerks NRW wird Diplom-Biologin Nicole Richardson über das Vorkommen von Schimmel und Gefahrstoffen in Innenräumen referieren.

Bei der Sanierung, dem Umbau oder der Revitalisierung von Gebäuden ist häufig mit dem Vorkommen von Schadstoffen zu rechnen. Neben dem optisch häufig erkennbarem Klassiker Schimmelpilze und Feuchteschäden treffen Handwerker auch auf gesetzlich geregelte Gefahrstoffe wie PCB, PAK, künstliche Mineralfasern oder gar Asbest. Bis zum Bau- und Renovierungsstand von 1993 ist damit zu rechnen, dass in Fliesenklebern, Putzen und Spachtelmassen Asbest noch umfangreich verarbeitet wurde.

Eine Erkundung ist zwingend notwendig, um 1.) weder Mitarbeiter noch Kunden durch unsachgemäßen Rückbau bzw. freigesetzte Gefahrstoffe zu schädigen und 2.) Kosten für einen unter Umständen notwendigen fachgerechten Rückbau bereits im Vorfeld einzukalkulieren und unliebsame Überraschungen durch Nachträge zu vermeiden. In Fällen einer unsachgemäßen Erkundung und Sanierung von schadstoffbelasteten Bauteilen ist eine Haftung der an der Planung Beteiligten möglich.

Ziel des Seminars ist es exemplarische Baustoffe aus dem Altbau kennenzulernen, die gesundheitliche Relevanz der Gefahrstoffe abzuschätzen und damit die Notwendigkeit von Sanierungen unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit zu erkennen. Neben der Vermittlung der Grundlagen wird die Thematik auf Basis vielfältiger Erfahrungen aus der praktischen Arbeit und anhand aktueller Fallbeispiele aufbereitet. Den Abschluss bildet eine Diskussionsrunde.

Folgende Inhalte werden bearbeitet:
– Klassische Altbauschadstoffe und deren Vorkommen
– Gesetzliche Grundlagen – Technische Regeln
– Sanierungsmethoden
– Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzen
– Exkurs Geruch
– und wegen besonderer Aktualität Exkurs: Asbest in Putzen, Klebern und Spachtelmassen